EXKUR­SI­ON NACH ASCHERS­LE­BEN

Fried­hof Schmidtmann­stra­ße

Am Diens­tag, den 24. Okto­ber 2017 besuch­ten Mit­glie­der unse­res Ver­eins den Fried­hof Schmidtmann­straß­ein Aschers­le­ben. Dort ist Bemer­kens­wer­tes zu sehen, was auch in unse­re Bemü­hun­gen für die Fried­hofs­kul­tur in Hal­le auf­ge­nom­men wer­den kann. Zunächst galt und gilt unser Dank Herrn Hol­ger Diet­rich, Bereichs­lei­ter Grünflächenpflege/​Friedhöfe, für sei­ne sach­kun­di­ge Füh­rung und Aus­kunfts­be­reit­schaft. Der Fried­hof ist alt und wesent­lich grö­ßer, als er in naher Zukunft noch gebraucht wird, ähn­lich wie auch in Hal­le und ande­ren Städ­ten. Die schritt­wei­se Umwand­lung in Park­an­la­gen hat vor Jah­ren begon­nen. Zugleich wer­den neue Grab­an­la­gen beson­de­rer Art ange­legt, die moder­nen Vor­stel­lun­gen ent­spre­chen und doch höchst kul­tur­voll blei­ben, ins­be­son­de­re kön­nen die anony­men Bestat­tun­gen zurück­ge­drängt wer­den und ent­ste­hen klei­ne ästhe­ti­sche Anla­gen. Für jeden ver­stor­be­nen Men­schen ist somit ein mit sei­nem Namen gekenn­zeich­ne­ter Ort der Trau­er und des Geden­kens vor­han­den, ohne dass die Ange­hö­ri­gen durch dau­er­haf­te Kos­ten und Pfle­ge belas­tet wer­den. Sogar eine beson­de­re höchst inter­es­san­te Art der Baum­be­stat­tung gibt es hier.

Ein wich­ti­ges Augen­merk rich­te­ten wir auf die Ehren­grä­ber, weil es sol­che durch Stadt­rats­be­schluss künf­tig auch in Hal­le geben wird. Wir lesen über die dor­ti­gen Rege­lun­gen: Ehren­grab: (1) Die Stadt Aschers­le­ben kann Per­sön­lich­kei­ten, die sich um die Stadt beson­ders ver­dient gemacht haben, nach deren Tod eine „Ehren­grab­stät­te“ auf dem Fried­hof der Stadt Aschers­le­ben zuer­ken­nen. (2) Ehren­bür­ger gemäß § 1 die­ser Sat­zung steht mit der Ver­lei­hung des Ehren­bür­ger­rech­tes eine „Ehren­grab­stät­te“ zu, sofern die Ange­hö­ri­gen mit einer Zuer­ken­nung ein­ver­stan­den sind. Die­se Grä­ber sind gekenn­zeich­net, und die Fried­hofs­be­su­cher kön­nen auf einem Schild das Wich­tigs­te über die ent­spre­chen­de Per­son erfah­ren und zugleich über einen bestimm­te Kenn­zeich­nung – Q –R –Code — sogleich im Inter­net vie­les Wei­te­re. Die­se Anre­gun­gen wer­den wir sei­tens unse­res Ver­eins an die Hal­le­sche Stadt­ver­wal­tung wei­ter­ge­ben.

Infor­ma­tio­nen der Stadt Aschers­le­ben und Links gibt es unter der Gale­rie.


In Aschers­le­ben und sei­nen Orts­tei­len gibt es zwölf Fried­hö­fe. Sie wer­den alle zen­tral vom Bau­wirt­schafts­hof ver­wal­tet und bewirt­schaf­tet. Der Aschers­le­be­ner Zen­tral­fried­hof in der Schmidtmann­stra­ße ist einer der schöns­ten, größ­ten und ältes­ten Fried­hö­fe Sach­sen-Anhalts. Er wur­de im Jah­re 1860 ange­legt und hat eine Flä­che von 16 Hekt­ar. Inner­halb die­ses Fried­hofs gibt es drei Ehren­fried­hö­fe und zwei Gedenk­stät­ten. Auf dem Zen­tral­fried­hof lie­gen berühm­te Aschers­le­be­ner wie der Archi­tekt Hans Heck­ner, der Fabri­kant Bestehorn mit eige­nem Mau­so­le­um, der Arbei­ter­funk­tio­när Her­mann Gie­se­ler oder Pro­fes­sor Wal­ter Buhe. Ihnen zu Ehren wur­de im Früh­jahr 2014 ein Erin­ne­rungs­pfad (www​.qr​-erin​ne​rung​.de) ange­legt, der im Spät­som­mer 2015 um die Ehren­fried­hö­fe und Gedenk­stät­ten erwei­tert wer­den konn­te. Text: Bau­wirt­schafts­hof Aschers­le­ben

24. Okto­ber 2017